Bandana: 10 Gründe warum du ohne nicht überleben kannst

Bandana: 10 Gründe warum du ohne nicht überleben kannst


Einst Erkennungszeichen von Straßengangs, gilt das Bandana heute als stylisches Accessoire. Prominente wie Rihanna oder Madonna haben Bandanas längst für sich entdeckt. 

MOCOMOCO verrät, warum die mittlerweile salonfähigen Tücher vor allem jetzt im Sommer unverzichtbar sind und jede Frau eines braucht.


Es gibt viele Gründe, Bandanas zu tragen

Berlusconi-bandana

Oh nein, er gehört definitiv nicht dazu! Zwar war der Strand in der Nähe von Silvio Berlusconis Villa am Morgen nach dessen Auftritt im Piraten-Look voll von Männern, die ihm nacheiferten, aber keine Sorge: Wir nehmen uns lieber gut betuchte weibliche Stilikonen zum Vorbild, denn die wissen, was sie tun! Ihnen verdanken wir schließlich das Comeback des Bandana als modischen Tausendsassa.

Audrey Hepburn  Brigitte Bardot      Romy Schneider Grace-Kelly Brigitte-Bardot

Seit einigen Jahrzehnten sind die farbenfrohen Tücher immer mal wieder in. Ob Banditen und Piraten den aktuellen Trend inspiriert haben, wissen wir nicht. Das Wort Bandana ist jedenfalls viel älter. Es kommt aus dem altindischen Sanskrit und bedeutet so viel wie „Band“ (die Ähnlichkeit ist kein Zufall). Ein bandhana war ein buntes Tuch, üblicherweise mit dem typisch indischen Paisleymuster bedruckt – so wie auch heute noch. Getragen wurde es als Kopfbedeckung oder um den Hals. 

Das vielseitige Halstuch diente als Schutz gegen Hitze. Diesen Vorteil entdeckten später auch die Cowboys und Farmer in Nordamerika. In den 50er Jahren banden sich dann Rockabilly-Fans Bandanas um ihre aufwändigen Frisuren. Zwei Jahrzehnte später kannte man farbige Tücher im Bandana-Stil überwiegend als Erkennungszeichen von USStraßengangs.

Madonna-bandana Axl-Rose-bandana
Dann verhalfen ihm Rocker wie Axl Rose (Guns N' Roses) oder die Pop-Diva
Madonna zu neuem Ruhm als trendiges Accessoire.


Schlagkräftige Argumente für ein Bandana

Aber warum sind Bandanas eigentlich so beliebt? Ganz einfach – die Vorteile liegen auf der Hand:

1. Gesichtsschutz - Bandanas eignen sich prima als Atemmaske und Staubschutz und sehen dabei wesentlich trendiger aus als der weiße Mundschutz aus der Arztpraxis.
2. Maskierung - Als Dreiecktuch vorne und hinten verknotet hängt das Bandana lose um den Hals und kann schnell über das Gesicht gezogen werden, falls unerwartet der Ex deinen Weg kreuzt und du in den Inkognito-Modus wechseln musst.
3. Verband zur Hand - Mit Bandanas kann man Wunden verbinden und sie als
Aderpresse bei Klapperschlangenbissen verwenden. Besser kann man nicht auf
Notfälle vorbereitet sein.
4. Befeuchtung - Bandanas spielen eine wichtige Rolle in Zeiten des Klimawandels. Man taucht das Bandana ins Wasser und saugt daran, um in der sengenden Sonne seinen Durst zu löschen und das knappe Trinkwasser zu filtern. Praktisch, oder?
5. Verschleierung - An "Bad Hair Days" kann ein Bandana der Retter in der Not sein. Einfach die störrischen oder ungewaschenen Haare unter das Kopftuch schieben und der Tag ist dein Freund.
6. Saugfähigkeit – Wenn deine Drüsen überreagieren, wischst du dir mit dem Bandana den (Angst-)Schweiß von der Stirn oder benutzt es als Taschentuch.
7. Apropos Taschentuch – Mit dem Bandana trocknest du in sentimentalen Momenten stilsicher deine Tränen und winkst zum Abschied wie eine Lady. Schnief!
8. Taschen-Accessoire - An einer freien Stelle der Tasche wie einem Ring oder Griff angebunden weht das Bandana wie ein Fähnchen im Wind. Auch bei kleineren Umhängetaschen ein absoluter Eyecatcher!
9. Vielseitigkeit - Bandanas machen sich auch gut als Armband, Einstecktuch oder locker in die hintere Hosentasche gesteckt. Lässig! Geeignete Körperstellen sind auch Oberarme und – für die Hipster-Note - Fußgelenke.
10. Kombikünstler - Man kann Bandanas mit ziemlich allem kombinieren, was im Schrank hängt.


Wie trägt man Bandanas?

Der einfachste Look: Man faltet ein quadratisches Tuch zu einem Dreieck. Danach legt man die längere Kante an die Stirn und bindet die zwei Enden am Hinterkopf fest. Wer möchte, steckt die Spitze des Dreiecks unter den Knoten.
Ganz unabhängig vom persönlichen Stil bietet ein Bandana unzählige individuelle
Möglichkeiten, es zu stylen. Allein als Kopfschmuck lässt es sich in hunderten Variationen verwenden – schon dadurch, dass es jedesmal in der gewünschten Breite gefaltet werden kann.

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Wer einen besonders coolen Look sucht, trägt das Bandana unter einem Hut. Dafür legst du dein Tuch einfach als Stirnband um deinen Kopf und ziehst einen Hut darüber. Im Sommer wirkt das besonders hübsch mit einem Strohhut. Außerdem kannst du das Tuch auch lose um die Krempe binden, um den Sonnenhut etwas aufzupeppen.

Luscious Sophia - mylusciouslife.com - Sophia Loren pictures Sophia-Loren Sophia-LorenFotos: http://www.mylusciouslife.com


Bandanas richtig kombinieren

Wichtig ist, nicht zu viel Schmuck oder andere Accessoires zu tragen, sonst kann der Look schnell überladen wirken. Weniger ist mehr: Bunte Bandanas entfalten ihre Wirkung am besten in Kombination mit einfarbiger Kleidung und dezentem Schmuck. Besonders stimmig wirkt das Outfit, wenn sich farbige Details des Bandanas in den Schuhen, einem Schmuckstück oder der Kleidung wiederfinden.
Ein Hingucker sind Bandanas in Kombination mit Frisuren. Dazu sollte das Bandana-Tuch zunächst zu einem Haarband umfunktioniert werden. Man legt die gegenüberliegenden Ecken des Tuchs so zusammen, dass sich ein Dreieck bildet. Dieses Dreieck rollt man von der Spitze zur gegenüberliegenden Kante auf.


Wie man Frisuren geschickt mit Bandanas kombiniert, zeigt die Youtuberin „MRS. BELLA“: https://youtu.be/CX6BpjFeN-I


Das Seidentuch als Bandana

Nicht nur das Bandana feiert gerade wieder ein Comeback, sondern auch das Seidentuch.
Gemustert ziert es neuerdings die Häupter von Celebritys und prägt die Outfits zahlreicher Influencer auf Instagram. Sogar Rapper A$AP macht mit: Er trägt den Babushka-Look, was an ihm natürlich reichlich schräg aussieht.
Die Trendsetter knoten die buntbedruckten Tücher unter dem Kinn fest, wickeln Turbane daraus oder binden sie wie ein Bandana im Nacken. Das freut uns natürlich, denn unsere Seidentücher glänzen auch und ganz besonders in der Rolle des Bandana.


Andrea Weber

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