Street Art trifft Seide

 

Banksy - er ist der Superstar, für manche sogar das Synonym für Street Art.

Inhaltsverzeichnis 

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Banksy – was für ein Hype!

Street Art - 50 wilde Jahre

Berlin, auch in den Streets nicht wirklich artig

Flair, echt jetzt?

eine ganz shorte Story über sehr lange Fäden

wo ist der Dackel? (we love sausage dogs)

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Banksy – was für ein Hype!

Obwohl Banksy genau genommem doch auch nur einen kleinen Teil dieser vielfältigen Kunstgattung ausmacht.

Logisch, wie kann auch ein Einzelner, wenn auch noch so genial – und das ist er! -  eine ganze Kunstform so dominieren? Zumindest in den Medien.

Wir wissen es nicht. Und auch das Geheimnis seiner Identität können wir hier leider nicht lüften, sorry. Da aber die halbe Reporterwelt nach ihm fahndet, wird sich der Schleier wohl irgendwann lüften. Warten wir also einfach mal ab.

Aber wollen wir es denn wirklich so genau wissen? Der Zauber von Kunst, eines Gemäldes, einer Statue oder auch nur einer Situation entfaltet sich doch erst in unserer Vorstellung. Wenn Platz ist für die eigene Phantasie, für die eigenen Geschichten.

So ist es jedenfalls bei uns! Und deshalb stört uns auch manchmal der ganze Trubel um Banksy, Blu und Mr Brainwash.

Drängt er doch viele andere Facetten der Kunst im öffentlichen Raum medial in den Hintergrund.

Street Art - 50 wilde Jahre

Eine davon ist sicherlich, das Street Art noch vor ca. 50 Jahren - auch in ihren Geburtsorten Philadelphia  und New York – als purer Vandalismus wahrgenommen wurde.

Doch die Szenerie hat sich mittlerweile enorm gewandelt.

Und es war ja auch eine rasante künstlerische Entwicklung, von den ersten schlichten Tags des Fahrradkuriers Taki 183 in der Manhattener Eastside, bis zur heutigen, ungeheuren Bandbreite  der Street Art.

Es ist wohl keine Übertreibung zu sagen, das diese Unterform der Urban Art  eines der spannendsten Kapitel der Kunstgeschichte geschrieben hat und weiter schreibt...

In den 1980er Jahren über den großen Teich nach Europa geschwappt, nahm ihre  Verbreitung  in den 90er Jahren viel Fahrt auf. Um dann etwa ab dem Jahr 2000 ein regelrechtes Feuerwerk  virtuoser (und natürlich auch nicht ganz soo toller) Werke zu entfachen.

Berlin, auch in den Streets nicht wirklich artig

Die Berliner Mauer zwischen Ost und West im geteilten Berlin drängte sich geradezu als Projektionsfläche auf. Es waren zwei Franzosen (Thierry Noir und Christophe-Emmanuel Bouchet, zusammen mit Kiddy Citny) die Mitte der 80er den Startschuss gaben.

Heute ist die East Side Gallery fast obligatorisch für jeden Berlin-Touristen, egal ob sie oder er sich wirklich für Street Art interessiert. Es ist einfach ein kostbares Stück Berlin, das man schon gesehen haben sollte.

Und dennoch nur ein winziger Teil. Es gibt noch soviel Neues zu entdecken!

Gerade die ursprüngliche, halb-subversive Street Art, die sich auch direkt um unser Atelier in der Oderberger Straße - unmittelbar am Mauerpark - herum austobt, hat so viel Magie.

Mal derb, mal witzig, mal ernsthaft engagiert – oder ganz oft alles zusammen.

Manchmal auch nur potthässlich und rücksichtslos auf frisch sanierten Fassaden „verewigt“.

Wobei die Ewigkeit dann oft nur bis morgen dauert. Bis der Regen das Stencil oder  Paste-Up aufgeweicht hat, es überklebt oder übermalt wurde oder sogar komplett verschwunden ist.

Zugegeben, die wirklich berührenden Momente überfallen auch uns nicht jeden Tag auf dem Weg zum Bäcker in der Kastanienallee (den es leider auch schon nicht mehr gibt…).

Meistens läuft man einfach vorbei, guckt, wundert sich vielleicht noch und …Tschüss.

Umso behutsamer wollen wir damit umgehen und sie bewahren. Hier kommt dann eigentlich auch schon Seide mit ins Spiel… Aber dazu später mehr.

Flair, echt jetzt?

Wir finden, dass unser wildes Berlin eine besonders spannende Symbiose eingegangen ist.

Kaum etwas transportiert die an- und aufregende Atmosphäre hier lebendiger und facettenreicher, als ihre spezifische Street Art. Beinahe hätten wir sogar  „typische“ Berliner Street Art gesagt. Aber das wäre wohl ein ziemlicher Anachronismus - genormt ist da nix.

Dennoch, wir finden es gibt nicht nur klimatisch einen Unterschied, ob man nun durch London, Barcelona oder eben Berlin stromert. Obwohl, klimatisch wird der zwischen Barcelona und Berlin ja immer geringer…

Selbst wenn man die Kürzel derselben Künstler in den verschiedenen Städten entdeckt,  irgendwas ist an den Werken dann aber doch immer anders. Wir versuchen noch, dieses Rätsel für uns zu lösen.

Was London angeht, haben wir da aber bereits eine coole Theorie. Bei den vielen Kameras ist schon britische Gelassenheit gefragt, um fremde Immobilien aufwendig zu dekorieren.

Einmal das Mützchen vom Kopf gerutscht und schon kann diese Time für den Sprayer zu ganz viel Money werden. Wahrscheinlich zu überweisen an die City of London?

Es sei denn, man ist Banksy. Ihn würde man wohl eher zur Cocktailparty einladen, anlässlich der Aufnahme des Gebäudes in das Weltkulturerbe.

Aber zurück nach Hause. Staunend  beobachten wir auch in direkter Nachbarschaft die vielen rasanten Veränderungen.

Der Parkplatz zwischen der Kastanien- und der Schönhauser Allee, mit seinen ehemals gefährlichen, knietiefen Pfützen ist  einer kleinen (wenn auch hübschen) Einkaufspassage gewichen.

Ganze Straßenzüge verändern innerhalb kurzer Zeit ihren Charakter. Eben noch ruhig und quasi Insidertip für das ursprüngliche Berlin, morgen schon Tummelplatz unzähliger Touristen. Und vor mancher Bestellung im Coffeeshop sollte man unbedingt das Englisch-Vokabular und sein Kaffeesorten-Repertoire prüfen.

German Disneyland lässt grüßen. Bunt und laut, aber zum Glück noch nicht aus Plastik. Auch deshalb sind wir ganz happy, hier schon vor langer Zeit Dauerkarten gebucht zu haben.

Die Street Art, die uns emotional einfängt , erreicht die große Showbühne aber meist nicht und hat nur sehr vage Halbwertzeiten. Daher müssen wir sie wohl einfangen!

So ist uns „Superhero“ sofort ans Herz gewachsen, nur um nach kürzester Zeit wieder davon zu schweben. Womöglich auf einem seidenen Teppich? Auf jeden Fall ist er weg!

....fast....

Copyright:Die Infografik steht unter einer CreativeCommons-Lizenz: CC-BY-SA. Das bedeutet, sie darf gerne geteilt und verwendet werden. Bedingung ist die Namensnennung und ein Hinweis auf diese Seite als Quelle.
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eine very shorte Story über sehr lange Fäden

Denn jetzt sind wir dann wirklich bei Seide. Einem Stoff, der schon vor 3.500 Jahren einer war, aus dem viele Träume bestanden.

Auch wir haben uns darin verfangen, vielleicht sogar verhaspelt? Jetzt bloß nicht den Faden verlieren… 

Stimmt, wir haben gerade brutal übertrieben. Aber ist es nicht erstaunlich, wie oft uns dieser Wahnsinns-Stoff in der  Alltagssprache begegnet?  

Vielleicht aber dann doch nicht so verwunderlich, denn sogar die ersten chinesischen Schriften beinhalteten Anweisungen zur Herstellung von Seide.

Überhaupt – die Geschichte der Seide ist ein richtiger Thriller, deren Handlung locker 20 Staffeln bei Nexflix füllen könnte.

So viele haben dabei mitgemischt -  chinesische, japanische, byzantinische und was sonst noch für Kaiser, sogar Sonnenkönige und verwegene Karavanenführer.

Und selbst der alte Fritz hat Maulbeerbäume pflanzen lassen, für preußisch-korrekte  Seide. 


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Die Seidenraupe  sollte sich für die Weltherrschaft der Nationalsozialisten dick und rund fressen. Fallschirme aus heimischer Produktion für die Wehrmacht, gesponnen aus deutscher Seide….

Auch davon noch nie gehört ? Gut so, denn alle diese germanischen Seiden-Aktivitäten haben sich letztlich als echte Hirngespinste (sorry – wieder erhöhte Floskel-Dichte) erwiesen.

Seide war aber auch das Subjekt des  wahrscheinlich ersten großen Falls von Wirtschaftsspionage. Heute ist es ja oft andersherum in aller Munde – aber vor ca. 1.500 Jahren wurde kostbares Know-how definitiv aus China nach Europa geschmuggelt.

2 Jahre soll die Reise der beiden Mönche gedauert haben.

Damit wären wir dann wahrscheinlich so in der  8.Folge der 5.Netflix-Staffel angelangt.

Und damit Ihr jetzt nicht komplett abschaltet (oder aber den Faden verliert...),  klinken wir uns hier aus der Geschichte der Seide aus.

Sowieso wollen wir kein wissenschaftliches Kompendium erstellen. Weder zu Street Art, Berlin oder Seide. Darüber gibt es schon so viele tolle Seiten.

wo ist der Dackel (we love sausage dog)?

In loser Folge wollen wir Euch aber weiter – ganz subjektiv – darüber berichten, was wir rund um das Thema Seide interessant finden.

Denn es ist nicht nur ein Traum, Seide direkt auf der Haut zu fühlen sondern auch mit offenen Augen durch unser quirliges Berlin zu spazieren.

Und auch immer wieder unserem Freund, dem Dackel zu begegnen…

    

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